Lobbyarbeit

Die KFA beteiligte sich an den vom Staatsministerium für Kultur und Medien (BKM) initiierten Sondierungsgesprächen von Politik und Filmbranche, die zu den Novellierungen des Filmförderungsgesetz (FFG) des Bundes der Jahre 1999, 2004, 2009 führten. Hier konnten wertvolle Impulse zur Verbesserung der Förderbedingungen für Kurzfilme in Deutschland eingebracht werden. Durch die Neuregelung von § 56 Abs.1 Nr. 6 iVm Abs.4 des FFG ab 2009 gab es eine gesteigerte Nachfrage nach Vorfilmen seitens der Kino-Programmgestalter. Der Paragraph sah eine Abspielförderung für Kurzfilme als Vorfilme vor.

Auch bei der Neufassung des Filmförderungsgesetzes zum 1.1.2017 hat sich die KurzFilmAgentur gemeinsam mit der AG Kurzfilm engagiert. So wurden wichtige Verbesserungen erreicht:

Mit der neuen Längendefinition des Kurzfilms (bis 30 Minuten) kann ein breiteres Spektrum von Filmen Zugang zu Referenzmitteln erhalten. Es wird in Zukunft somit darauf verzichtet, Kurzfilm auf den Vorfilm zu reduzieren.

Die Zulassung einer deutsch untertitelten anstatt einer synchronisierten Fassung von Kurzfilmen ist eine überfällige Anpassung an die Produktionsrealität und an die Lebenswirklichkeit der deutschen Gesellschaft. Auch eine Verbesserung der Auswertungs- und Exportmöglichkeiten deutscher Kurzfilme könnte ein Effekt sein.

KinobetreiberInnen können nun auch Förderung für das Abspiel von abendfüllenden Kurzfilmprogrammen beantragen. Bisher wurde nur das regelmäßige Abspiel von Vorfilmen gefördert. Dies vereinfacht den Einsatz vielfältiger Kurzfilme und somit die Ansprache neuer Zuschauergruppen.